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Freitag, 8. Dezember 2017

Lasst uns froh und munter sein...

....lustig lustig tralalala...seit Wochen singt Agnes dieses Lied, abwechselnd mit : "Oh Bamberbaum" und "Alles Gute für MICH" :-D

Sie feiert einfach jeden Tag und ich freu mich dass es jeden Tag etwas für sie zum Feiern gibt. Im Kindergarten proben sie auch schon seit einiger Zeit für das Krippenspiel und ich bin schon gespannt auf nächste Woche wenn wir es ansehen dürfen.

Gestern kam der Nikolaus in den Kindergarten und man hat mir erzählt, Agnes wäre gar nicht mehr fertig geworden mit Winken und hat sich ganz brav für ihren gefüllten Strumpf bedankt.

Abends haben wir dann zusammen mit den anderen Kindern aus dem Haus auch nochmal auf den hohen Besuch gewartet. Ich muss ehrlich gestehen dass ich ganz schön zusammen gezuckt bin als es an der Terassentür gepoltert hat und ich eine ziemlich laute Stimme hörte. Die Kinder haben ehrfürchtig die Türe geöffnet und erstmal geschaut, Agnes hat sich aber gleich den Platz neben ihm auf der Couch gesichert ;-)



Der Nikolaus hatte sogar ein goldenes Buch dabei in dem drin stand ob die Kinder brav waren und was sie in dem Jahr so alles angestellt oder gut gemacht hatten.

Nur leider war dem Nikolaus ziemlich warm und seine Brille war so beschlagen, dass es für ihn schwierig war, in dem goldenen Buch zu lesen :-D 

Lina hat sogar ein Gedicht aufgesagt:


Agnes hat geholfen die Geschenke zu verteilen:


und Sophia hat sich auch getraut...nur der kleine Noah bleib lieber bei Mama und Papa in der Nähe..






 Wir haben anschließend noch gemeinsam gegessen, die Kinder haben sich mit ihren Geschenken beschäftigt, es war einfach schön..

Ich hab mir dann beim Einschlafen gedacht, dass das doch genau das ist, was die Weihnachtszeit ( nicht nur die Weihnachtszeit) ausmacht: Zeit miteinander verbringen, lachen, Gemeinschaft erleben..

...und als ich in die lachenden Augen der Kinder gesehen habe, habe ich mich an früher erinnert, wie es war, als zu uns der Nikolaus kam, wir vor Vorfreude und auch a bisserl Angst gewartet haben bis es dunkel wurde. Solche Momente vergisst man nicht und deshalb sollten wir solche Erinnerungen für unsere Kinder schaffen. So wie das Vorlesen, gemeinsam singen oder basteln. Sich Zeit nehmen und nicht immer nur durch den Tag hetzen mit dem Kopf voller Dinge die noch zu erledigen sind...Ist doch egal ob 1 oder 10 Sorten Plätzchen, ob das Fenster perfekt geschmückt ist usw..

In diesem Sinne, genießt die Adventszeit!



Donnerstag, 25. Mai 2017

Zum Vatertag...

Hier klafft eine riesige Lücke..und damit meine ich nicht nur den Blog, nein, in meinem Leben und nicht nur in meinem. Mir fehlten in den letzten Wochen die Worte, ich wollte so vieles schreiben, aber die Erde stand still und immer wieder ganz plötzlich hört sie auf, sich zu drehen.

Heute nachmittag stand ich am Neckar und sah wie sich die Sonne im Wasser spiegelte, wie Enten drauf schwammen und Blätter im Wasser trieben. Plötzlich war ich in meine Kindheit zurück versetzt, das Wasser sah aus wie in Waging am See, dort machten wir öfter Urlaub. Familienurlaub mit baden im See, Eis essen im Kurhausstüberl, Minigolf spielen, geräucherter Fisch abends am Ufer und Butter mit Muster vom Bauernhof nebenan. Abends machten wir oft einen Spaziergang durch den Ort, neben unserer Ferienwohnung war ein Elektro Laden, im Schaufenster stand ein Fernseher auf dem "das Fussballspiel der Tiere" in Dauerschleife lief.

So viele schöne Erinnerungen...




Ich kann nicht über neue Erlebnisse schreiben, bevor ich nicht versuche, Worte zu finden für dieses Gefühl, das eigentlich unbeschreiblich ist.

Mein Papa ist am 04. April mit nur 71 Jahren gestorben. Unerwartet, plötzlich, zu schnell. Dieser Fels in meinem Leben auf einmal weg. Er hat zusammen mit meiner Mama so viel aufgebaut, jeder am Ort kannte ihn, er war mit niemandem im Bösen auseinander gegangen.

Dieses Jahr hätten sie goldene Hochzeit gefeiert. Unvorstellbar dass von heute auf morgen das Haus leer ist wenn man nach Hause kommt, dass man nicht mehr erzählen kann was den ganzen Tag über passiert ist. Über 50 Jahre zusammen gelebt, Höhen und Tiefen durchgestanden, eine Firma aufgebaut, 3 Mädels großgezogen..und das will was heißen..

...wobei großgezogen relativ ist, ich bin die Älteste und Größte, meine Schwestern wurden dann immer kleiner ;-)

Ich bin so dankbar für die ganzen Erinnerungen, für das letzte Telefonat, dass ich nicht gesagt habe ich ruf morgen an, dass es nichts Unausgesprochenes gab...

Man verschiebt so oft etwas auf später, oder man denkt man muss es nicht sagen dass einem jemand wichtig ist oder dass man dankbar ist für das, was jemand für einen getan hat, der andere weiß es doch auch so. Ich denke, man kann es nicht oft genug sagen, nicht nur an den "Feiertagen". Egal wie viele Kilometer zwischen euch liegen, trefft euch, unternehmt etwas gemeinsam..irgendwann ist die Entfernung so groß dass man nicht mehr hinfahren kann und Telefon gibt`s da oben auch nicht.

Aber ich bin fest davon überzeugt, dass er jetzt von oben zusieht und bei uns ist, dass er in uns allen weiterlebt.

Diese Zeichnung habe ich immer bei mir, mein Vater konnte den Papagei in einem Zug zeichnen und das ist das erste, an was ich mich erinnern kann, was er für uns gemalt hat.




Ich wünsche Euch dass ihr noch ganz viel Zeit mit euren Vätern (und natürlich auch mit euren Müttern) verbringen dürft und ganz viele schöne Erinnerungen schafft...



Freitag, 30. Oktober 2015

#30 ..und ich dreh am Rad...

...am Rad der Zeit..

Heute bin ich ein bisschen sentimental..Gestern nachmittag fuhr ein junger Mann mit seiner Freundin in seinem eigenen Auto bei uns vor und hat sogar bei uns übernachtet - und dieser junge Mann ist mein großer Sohn. Wir saßen beim Essen zusammen, haben über dies und jenes gesprochen, seine weiteren Pläne, über das was er sonst so macht und dann verwischte plötzlich die Realität vor meinen Augen und ich fühlte mich 19 Jahre zurückversetzt. Ich sah mich mit ihm nach der Geburt, als ich ihn im Arm hielt, ich konnte es damals gar nicht glauben dass das mein Kind war. Wir waren ein paar Jahre ein Zweierteam, ich war allein für uns Beide verantwortlich und für eine 20jährige hab ich das glaub ziemlich gut hinbekommen.



er grinst auch so wie Agnes...





...damals liebte er das Wasser auch noch so wie sie...




... er liebte auch seine Küche (und eine Katze hatten wir damals auch, Mickey, ein Mitbringsel aus Rhodos, wo ich ein Jahr lebte)...


und er hat die Patenschaft für ein Murmeltier übernommen...


Ich frage mich wo die ganzen Jahre hingekommen sind, wann ist aus dem kleinen Jungen ein junger Mann geworden? 

Und dann hab ich überlegt wie es wohl in 15 Jahren sein wird, wenn Agnes so alt ist. Wie werden wir uns unterhalten können? Wird sie mir oder besser gesagt uns auch mitteilen können was sie vorhat, was ihre Wünsche und ihre Pläne sind? 

Ich schlucke ein paar mal und bin wieder voll da. Die beiden lachen laut und packen zusammen. mein Herz krampft etwas weil ich ihn wieder gehen lassen muss, aber ihr kennt ja das Sprichwort:

Kleine Kinder brauchen Wurzeln, große Kinder Flügel

Beides hab ich schon gegeben, und ein Stück von mir dazu..