Freitag, 22. August 2014

Besuch in der Wilhelma

Wir haben es nach über einem Jahr wieder versucht...ein Besuch in der Wilhelma. Der Tiergarten ist bei uns ja fast vor der Haustür, nur hat es Agnes letztes Jahr keinen Spaß gemacht. Sie hat zu wenig gesehen, zulange im Buggy sitzen war nicht schön, es hat sie einfach noch nicht interessiert...

Aber jetzt hält sie nichts mehr ;-) bei den Schafen hatten wir den Eindruck, sie würde am Liebsten jetzt sofort loslaufen und alle einfangen:






Und die Kühe fand sie auch toll:



..und die Ziegen..


..und die Stachelschweine..


...und natürlich das EIS : 





Chillen mit Papa ist natürlich auch klasse...






Alles in Allem ein toller Ausflug, super Wetter und viel Spaß...dazu passt irgendwie dieses Lied:


Du bist Du - keine Laune der Natur...

In diesem Sinne wünschen wir euch ein ganz tolles Wochenende mit viel Sonnenschein :-)


Montag, 4. August 2014

Auszeit

Es ging mir nicht wirklich gut in den letzten Wochen, deshalb gab`s auch nichts Neues von uns hier zu lesen. Es macht absolut keinen Spaß zu Jammern, weder mir noch den Menschen die täglich um mich herum sind. Es gibt keinen speziellen Grund, vielmehr die Tatsache, dass ich seit fast 3 Jahren rund um die Uhr mit Minirumpel zusammen bin und ich keine Kraftinseln habe, wo  ich meine Akkus aufladen kann. Klar, es gibt tolle Ratschläge wie z.B. mach doch Sport! (ich mag keinen Sport..zumindest jetzt nicht..), geht doch mal wieder zusammen weg (und wer passt auf Agnes auf?, das kann nämlich nur ich so richtig gut, dachte ich wirklich :-)), näh was oder lies ein Buch (wenn es hier um ca 20.30 Uhr ruhig wird, war ich so kaputt dass ich mich nur noch berieseln habe lassen und zu nix mehr Lust hatte).

Was mich sehr beschäftigt hat, war der Start in den Kindergarten, besser gesagt, dass Prozetere für die Integrationskraft, ohne die es nicht gehen wird. Dass es komplizierter bzw aufwändiger wird als bei meinem Großen war mir schon klar, aber nicht in diesem Ausmaß. Es werden eine Menge Papiere benötigt, der Antrag mit Fragen wie: haben sie in der Schwangerschaft geraucht, getrunken, steht ein TV im Kinderzimmer, wo schläft das Kind usw, Berichte vom Augenarzt,Ohrenarzt, eine neurologische Untersuchung und dann das Protokoll vom runden Tisch. Da wird das eigene Kind zerpflückt, was es NICHT kann und was gefördert werden soll. NATÜRLICH ist das alles notwendig und soll ja keine Schikane für die Eltern sein, man muss sich individuell auf das Kind einstellen und die Stunden berechnen, an denen es Hilfe braucht bzw es spezielle Förderangebote bekommt. ABER wenn man eh mit sich hadert, alles in Frage stellt, Angst hat, etwas falsch zu machen, dann haut einen diese Prozedur um.

Meine Haut wurde immer dünner, ich hab`s gemerkt weil ich mich wahnsinnig aufgeregt habe als eine Einkaufstasche umgefallen ist und das ich ständig müde war, mir immer irgendetwas weh tat und meine Motivation total abhanden gekommen ist...

Also musste etwas passieren, und zwar schnell..ich hab`s zuerst mal mit dem probiert:


SOS Spray zur Beruhigung und Mandarin / Sandelholzduft zum Aufheitern...gut...hilft manchmal, aber nicht immer...

Dann hab ich zufällig diese Sendung gesehen:

Gläsernes Glück aus der Sendereihe Lebenslinien im Bayrischen Fernsehen. Ich war sofort fasziniert vom "Sigi", die Art wie er spricht, seine Stimme, irgendwas hat mich berührt. Ich war dann auf seiner Homepage, die ihr hier findet und hab mich nach den Workshops erkundigt...

..Tja, und dann hatten wir letzte Woche Hochzeitstag, und was glaubt ihr hab ich von meinem Mann geschenkt bekommen???


Ich war echt sprachlos...Freude mischte sich aber gleich mit der Sorge, wie Agnes ohne mich sein kann, es sind fast 350km zu fahren und da der Workshop Samstag und Sonntag ist, müsste ich über Nacht bleiben. Herr Pumpel hat alles organisiert, er hatte frei, ich ein Hotel, jetzt musste ich mich nur überwinden, das "Zepter" aus der Hand zu geben.

Und was soll ich sagen..es war herrlich!!! Schon die Autofahrt ein Genuss, ich konnte die Musik laut aufdrehen, musste nicht Essen, Getränke und Spielsachen hintergeben, es war Entspannung pur. Die Ankunft in Burghausen toll, eine malerische Altstadt mit ganz viel Flair, dann das Gefühl, ein Abenteuer zu erleben.



Ich fühlte mich so lebendig und war irre aufgeregt, als ich dann den Glaspunkt betrat und Sigi mich begrüßte. Dieser Mann hat eine Aura, schwer zu beschreiben. Seine Frau, die Silvie, ist auch eine ganz Liebe, aber eher im Hintergrund während Sigi ständig redet und auf "Empfang" ist...

Des ist der Sigi:



..und mit seiner Silvie..

Dann ging`s los, kurze Erklärung und ran an den Brenner:


Man schießt quasi Löcher in die Glaskugel, so viele, bis man die Stege verbinden kann und ein "Netzwerk" entsteht. Diese Kugel ist dann so stabil, dass man sie sogar auf den Tisch klopfen kann, ohne dass sie kaputt geht. Ahhh..eine Metapher..Netzwerk im Leben, mehr Stabilität für einen selbst....( ich muss mich aktiver um das Netzwerk hier in meiner Umgebung kümmern, leider wohnen meine ganzen "Kaffeefreundinnen", zu denen man jederzeit einfach vorbeikommen kann, WEIT weg...)

Und so hab ich Loch um Loch fabriziert, jede Menge Lebensweisheiten mitbekommen, dabei wurde ich immer ruhiger und zentrierter, mein Kopf war fast leer und frei..und ich vertraute darauf, dass Agnes auch mal ohne mich auskommt, ich glaubte den Satz : "Nur wenn man selber was für sich tut, kann man auch  anderen wieder etwas geben" oder " glückliche Mutter, glückliche Kinder". Und ich DARF auch mal was für mich tun, toll oder?

Ich wurde auch fleißig mit Bildern und Videos versorgt, damit ich mir auch wirklich keine Sorgen machen muss, diese z.B.:

 


Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich dort war. Er möchte allerdings unbedingt Agnes kennenlernen und selbstgemachte Maultaschen hab ich ihm auch versprochen ;-)

Auch sonst war das Wochenende sehr lehrreich, hab die ganze Zeit genossen. Dass es "gefruchtet" hat, hab ich gestern Abend gemerkt als ich heimkam...

Mein Blick fiel ziemlich schnell auf die kleine Tasche mit Medikamenten, Zahnputzzeug und "Duzis" (Schnuller), die Herr Pumpel zu hause vergessen hat. Normalerweise läuft es mir kalt den Rücken hinunter und Gedanken wie: wie kann Agnes so schlafen? Wie putzen sie sich die Zähne? Was wenn sie Fieber bekommt? schießen mir durch den Kopf.. ABER gestern hab ich nur kurz bei meinem Mann  nachgefragt und erfahren dass es auch dort Geschäfte gibt, wo man das alles kaufen kann. 

Und jetzt freu ich mich immer wenn ich auf meine Kugel schau die ich gleich aufgehängt habe und das nächste Projekt heißt "mehr Paarzeit" für uns..


 Danke an meinen Mann, der mich so überrascht hat, dass ich sprachlos war, (passiert nicht oft), und an Sigi, halt ein "Original", meine Schwiegereltern und meinen Neffen die sich mit Agnes auf einem Kurztrip vergnügt haben und an alle anderen, die das Wochenende so perfekt gemacht haben.....

Freitag, 13. Juni 2014

Kindergartenschnuppern...


Heute war es soweit, Agnes durfte richtig im Kindergarten schnuppern. Es ist zwar noch ein Weilchen hin bis Oktober/ November, aber bei einem Integrationskind müssen ein paar Vorbereitungen getroffen werden, um einen guten Start zu ermöglichen.

Ich kenne es halt von meinem "Großen" so, dass man sein Kind im Kindergarten seiner Wahl anmeldet, man bekommt eine Liste mit den benötigten Sachen wie Matschhose, Sonnenhut usw. und ein Merkblatt mit Dingen, die das Kind NICHT mitbringen darf (gesüßte Getränke, eigene Spielsachen, Kaugummi, also allgemein Süßigkeiten, Waffen usw..) und dann ging es am 3.Geburtstag einfach los. Klar, ich hatte einen Kloß im Hals und ein paar (viele) Tränen in den Augen als er sich einfach umdrehte, winkte und "Tschüß Mama" rief.- Einfach so, ohne wochenlange Eingewöhnungsphase wie es wohl heutzutage üblich ist...

...und jetzt? Zuerst Kindergarten anschauen, da es ein Regelkindergarten im Ort ist fragen, ob sie Agnes aufnehmen möchten/ können, erstes "Schnuppern", heute zweites Schnuppern, um zu sehen was sie braucht und wie es ist, mit vielen Kindern zusammen zu sein, erstes Gespräch mit Kiga, Frühförderung und Eltern, dann der sogenannte "runde Tisch" bei dem dann auch noch jemand vom Sozialamt dabei ist (der Kostenträger) und bei dem dann die Stunden "berechnet" werden, für die eine Integrationskraft bewilligt wird. Aber das ist alles Papierkram und Theorie, im Vordergrund steht natürlich dass Agnes sich wohlfühlt und von allen Beteiligten unterstützt wird.

Gleich morgens hat sie sich draußen zu den anderen gesetzt, gemalt und beobachtet, nach dem Freispiel  im Garten gabs den Morgenkreis mit allen Kindern, Agnes wurde mit dem Lied " Einfach Spitze dass Du da bist" begrüßt, es wurde besprochen was es heute für Angebote gibt, anschließend gab es Brotzeit. Sie hat auch nur kurz auf den Doughnut geschielt, den die Nachbarin auf dem Teller hatte :-)

Danach ging es wieder in den Garten, ein Mädchen hat sie in einer Art "Rikscha" zum Sandkasten gefahren, später wurde auch noch ein Rutschauto gefunden mit dem sie den Garten erkundete, bei der Tanzprobe für das Kiga fest zugesehen und beim Wochenabschlusskreis mitgeklatscht. Sie hat den ganzen Vormittag bis halb eins durchgehalten und nach einem Mittagsschläfchen ist sie auch schon wieder rumgewirbelt..Ich hab schon das Gefühl, dass sie sich verständigen kann, auch ohne Worte, bzw der Sprache die die anderen sprechen und dass sie auch überall dabei sein kann, obwohl sie noch nicht laufen kann...(wahrscheinlich hab ich selbst da noch zuviele Grenzen im Kopf..)



Hier ein paar Bilder:

Jetzt gehts los!!!!


Da geht`s rein...


erstmal alles testen..und dann mittendrin..



Ein schönes Wochenende wünschte Euch 

Frau Rumpel

Donnerstag, 8. Mai 2014

Agnes auf Mission oder nix passiert ohne Grund..



Ach herrje..so würde Winnie Pooh sagen wenn er bemerkt dass seit 2 Monaten hier nichts passiert :-) Also es ist ja nicht so, dass nichts passiert und langweilig wirds eh nicht, aber manchmal hab ich ein kreatives Loch bzw. läuft meine Kreativität in anderen Bahnen oder meine Motivation versteckt sich grad irgendwo....

Das Wetter ist ja sehr wechselhaft und so nutzen wir jede Gelegenheit, um nach Draussen zu gehen. Agnes hat jetzt das Bobby Car so richtig entdeckt, sie ist wirklich schnell, nur Lenken macht sie noch mit dem ganzen Körper, indem sie das Auto hochreißt und dabei kräftezehrend stöhnt..nicht dass es jemand übersieht wie sehr sie sich anstrengen muss. Hier ein kleines Filmchen:

 

Die Richtung gibt natürlich sie vor, wie bei allem. Der Weg ist toll, da kaum Autos fahren, er eben ist und man am Kindergarten vorbei kommt. Agnes wird dort ab November aufgenommen, nach ihrem 3.Geburtstag. Wir waren schon zum Schnuppern dort, und sie fühlte sich gleich richtig wohl. Beim Abschiedslied setzten sich alle hin, damit Agnes auch mitmachen konnte..toll!


Dann sind wir grad mitten im Wahlkampf, Herr Pumpel kandidiert für den Gemeinderat, und Agnes hilft fleißig, Stimmen zu sammeln. Ihr größtes Anliegen: Eis für alle !!!



Listenplatz 14 







Wenn sie dann noch Zeit hat, gräbt sie den Sandkasten um oder hüpft Trampolin. Wir haben noch kein Eigenes, aber Freunde besitzen ein 3 Meter Trampolin und so ausdauernd hab ich Minirumpel noch NIE gesehen..


Jetzt aber zurück zur Mission..ich bin ja ehrlich gesagt nicht so wirklich der Typ Mensch, der morgens gutgelaunt und voller Elan aus dem Bett springt, mit einem lauten Lachen und Vorfreude den Tag begrüßt. (Ich beschreib jetzt nicht im Detail wie "Oma Kräckel" ihre Knochen früh aus den Federn schwingt ;-) )

Nicht dass ich nicht fröhlich bin, aber ich denke halt sehr viel..ob das immer produktiv oder besser gesagt sinnvoll ist, sei mal dahin gestellt, aber den Knopf zum Ausschalten hab ich noch nicht gefunden. Ich hab tausend Dinge gleichzeitig im Kopf, To-Do Listen, bin der Meinung, wenn ich schnellstmöglich alles erledige, was zu erledigen ist, hab ich DANN mehr Zeit..nur..wann ist denn DANN??? Kommt irgendwann ein kleines Vögelchen auf meine Schulter und flüstert mir, dass jetzt meine "gesparte" Zeit anfängt? Ab sofort ist alle Wäsche gewaschen, verräumt, es gibt kein dreckiges Geschirr oder Fussböden mehr, Papierkram erledigt sich von selbst, ich kann endlich die Dinge tun, die ich immer schon machen wollte? Hmmm..ich glaub nicht...deswegen hab ich hier einen kleinen Wirbelwind, der mir jeden Tag zeigt, was wirklich wichtig ist.
Raus gehen, Menschen treffen, Bücher anschauen, lachen, tanzen, singen und endlich das Grübeln aufhören.

Gestern z.B. wollte ich noch unbedingt in einen Stoffladen, weil ich mich an einem Dirndl versuchen will (die von der Stange passen nicht, entweder in der "Höhe" oder "Breite" :-D) und bis Montag sollte es fertig sein , ich hatte noch eine halbe Stunde, um durch den Feierabendverkehr zu kommen, Parkplatz zu finden und Agnes davon zu überzeugen, im Buggy sitzen zu bleiben und sich nicht dauernd abzuschnallen. Wir haben es geschafft, Einkauf erledigt, da höre ich eine Stimme: "ach Gott ist die süüüüß, ich hab gehofft, sie kommen nochmal vorbei, ich hab sie vorhin vorbeilaufen sehen". Eine junge Frau kniet sich zu Agnes runter, fragt, ob sie sie mal knuddeln dürfe, Agnes lacht und strahlt, will ihr sogar vom Müsli Riegel was abgeben, hebt die Arme, die Frau frägt ob sie sie nehmen darf und ihr den Laden zeigen darf. Klar, warum nicht? Beide haben ihren Spaß, sie sind jetzt Freundinnen, wie "Meli" sagt und wünscht sich, dass wir öfter vorbeikommen.

Keine 10 Minuten später, wir sitzen mit Eis auf einer Bank, schleichen sich 2 Mädels ran, fragen, ob das die Agnes ist..Es stellt sich dann raus, dass die beiden ein Referat über Down-Syndrom gemacht haben, uns damals angerufen haben ob wir ihnen nicht helfen wollen, da sie unseren Bericht in der Zeitung gesehen haben. Herr Pumpel war dann mit Agnes dort und erst letzte Woche haben wir uns gefragt, was wohl aus dem Referat geworden ist. Sie haben sich so gefreut, sie wiederzusehen, waren so schüchtern und Agnes hat sie lautstark begrüßt.

Dann gibts noch ein paar ältere Leute aus unserer Stadt, die sich auch schon von Weitem freuen, wenn sie uns sehen (wohl mehr über Agnes als über mich),da werden Gehstöcke geschwungen, Strassen überquert, nur um kurz die Hand zu schütteln...vor ein paar Tagen sagte eine ältere Dame zu mir, sie freue sich immer so, wenn sie uns sieht, wie Agnes winkt, lacht und fröhlich ist. Es sei zwar schade um sie, aber sie mache schon ihren Weg...Hmmm..ich schlucke kurz, die Denkmaschine läuft wieder an, "schade um sie"...wieso? Weil sie behindert ist? Ich glaube, Agnes bringt soviel Freude unter die Menschen, da ist es nicht "schade um sie"...aber ich will das auch nicht auf die Goldwaage legen, es ist ja nicht böse gemeint.

So, jetzt seid ihr wieder auf dem Laufenden, hier beginnen bald die Reisevorbereitungen für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten..

Wir wünschen Euch eine gute Zeit, bis bald

Eure Frau Rumpel


Dienstag, 11. März 2014

Die Schöne und das Biest..und eine Rose

Ich habe noch so viel im Kopf was ich Euch unbedingt erzählen will, ich fang mal an:

Wir waren ja im Januar in USA, Florida, schon fast unserer 2.Heimat bei Disney. Einige schütteln bei Disney immer den Kopf - ist ja nur was für Leute die nie erwachsen werden wollen.

Wenn das bedeutet, dass man ins Träumen gerät wenn man z.B. Musik aus König der Löwen hört,oder zum Pfeiffen anfängt wenn Mickey in einem Cartoon losträllert, wenn man sich wünscht, auch mal einen gläsernen Schuh wie Cinderella zu bekommen, in einer Kutsche zu fahren, mit Winnie Pooh auf Honigtopfsuche geht und schmunzelt, wie leicht er das Leben nimmt und mit seinen Freunden im Hundertmorgenwald lebt, wenn man auch so ein tolles Pünktchenkleid wie Minni haben möchte oder eine Traumprinzessinenrobe wie die "Belle" aus die Schöne und das Biest oder wenn man einfach eine Wahnsinnsgaudi bei einer der Paraden im Park hat - ja, dann möchte ich NIE erwachsen werden.

Da ich das Glück habe, dass Herr Pumpel genauso fühlt wie ich ( ausser das mit dem Pünktchenkleid usw..) werden wir weiter zu Mickey und Co fahren. Dieses Mal war schon allein deswegen ganz anders, weil Minirumpel  alles mitbekommt was um sie herum passiert. Sie hatte soviel Spaß bei den ganzen Begegnungen und der Musik, sie winkte jedem freundlich zu und bekam auch immer ein offenes Lächeln zurück.






Disney ist auch bekannt dafür, Menschen mit Handicaps besonders zu helfen. So bekamen wir einen Aufkleber auf den Buggy der es uns möglich machte, bis zum Eingang hinzufahren und wir Agnes nicht lange tragen mussten. Ausserdem bekam Agnes einen Pass mit Foto, mit diesem gingen wir zu einer Attraktion hin, bekamen eine Uhrzeit eingetragen an der wir sofort einsteigen konnten.

Aber unser schönstes Erlebniss hatten wir im  Musical von "Beauty and the beast". Wir durften in die erste Reihe, und ehrlich gesagt war mir doch ein bisschen mulmig, wie Agnes auf die Lautstärke und das Geschehen auf der Bühne reagieren würde. Und dann ging es los...Sie hopste und klatschte in ihrem Buggy, schaute und lachte, freute sich und sang mit!




Da beschlossen wir, dass wir ein paar Tage später nochmal hingehen. Nach der 30 minütigen Vorstellung kam ein Mitarbeiter auf uns zu, fragte, wie es uns gefallen hatte und ob alles ok sei. Er hätte auch noch eine Überraschung für uns...Belle möchte gerne Agnes kennenlernen! Wir waren so perplex! Wir durften hinter eine Absperrung und trauten unseren Augen kaum:


Da standen Gaston, Belle, der Prinz und eine Tänzerin und Agnes bekam eine Rose vom Prinz! ( von ihm hat sie sie allerdings nicht genommen, aber von Gaston ;-) Wir waren so gerührt und überwältigt, ich musste schon ein bisschen schlucken..ein Wahnsinnserlebniss..

Ich wünsche Euch noch eine schöne Woche, und vielleicht erzählt ihr uns von euren Erinnerungen an Disney?

Sonntag, 23. Februar 2014

Ausstellungseröffnung oder wie wir das Rathaus zum Platzen brachten ;-)

Eigentlich sollte dieser Post schon vor über 2 Wochen geschrieben worden sein, ABER ziemlich fiese Viren haben mich fast 3 Wochen ausser Gefecht gesetzt und deshalb nun ENDLICH ein paar Worte zur Ausstellungseröffnung von der Wanderausstellung bei uns im Rathaus.

Am Morgen erschien der Zeitungsbericht über uns in den Schorndorfer Nachrichten.

Hier könnt ihr ihn lesen..(ich musste ein bisschen tricksen da ich auf dem Blog keine pdfs hochladen kann..) Wir waren sehr positiv überrascht wie toll er geschrieben ist und wieviele Infos aufgenommen wurden. Beim Spaziergang durch unser kleines Örtchen wurden wir dann auch oft angesprochen. Ok, eigentlich Agnes, aber ich war ja auch dabei...

Nachmittag haben wir dann alles vorbereitet, Herr Pumpel hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, was Warmes zu kochen, es gab schwäbische Filetspitzen mit Spätzle, seine Patentante hat 80!!! Blätterteigschnecken und Apfelkrapfen gebacken (VIELEN herzlichen Dank liebe Geli!!) und was Süßes gab es auch. Wir hatten soviele fleißge Helfer, rießiges Dankeschön an  Rainer fürs "mitaufhängen", ohne Opa Wolfgang, der lieben Steffi und Claudi hätten wir ganz schön zu Kämpfen gehabt, nicht zu vergessen Frau Schabel die die Ausstellung mit uns organistert hat.

Und dann ging die Tür auf und nicht mehr zu, seht selbst:










 Nachdem der Bürgermeister Herr Schaffer die Begrüßungsworte gesprochen hatte, waren wir an der Reihe. Wir haben lange überlegt, was für uns wirklich wichtig ist, was UNBEDINGT gesagt werden muss und was nicht ;-) Wir möchten einfach zeigen, dass man keine Berührungsängste mit Behinderungen haben muss, wie fröhlich und bunt unser Leben ist und was wir erleben dürfen, was wir ohne Agnes vielleicht nicht erlebt hätten. Soviele liebe Menschen begleiten uns von Anfang an, es kommen immer mehr hinzu und das ist eine absolute Bereicherung für uns.

Während wir versucht haben, uns zu konzentrieren, tat Agnes das, was sie am Besten kann..auf Menschen zuzugehen und Kontakt aufnehmen:








Am Ende gab es noch eine Überraschung für mich..(mir fiel ein Stein vom Herzen als unsere "Ansprache" vorbei war, da ich manchmal einen Kloß im Hals habe wenn ich von uns erzähle, manches geht mir immer noch ziemlich nah und die Tränchen schießen in die Augen),..und ich wollte mich wieder in die Menge stürzen, als Herr Pumpel eine Rose hervorzauberte....dann wurde es doch noch sehr emotional. Aber diese Worte kann ich hier nicht nochmal wiedergeben ;-)

Wir haben sehr viele Gespräche geführt, es war so ein Gewimmel aber wir sind so glücklich dass so viele Menschen Interesse zeigen, uns das Gefühl geben, dass Agnes genauso dazu gehört.Tja, und jetzt hängen die Bilder noch eine Woche und dann ist es schon wieder vorbei..ABER..uns fällt bestimmt noch mehr ein, am 21.März ist ja Welt-Down-Syndrom Tag und mal sehen, welche Aktionen da so statt finden ..

Habt einen guten Start in die Woche,

liebe Grüße, Eure Frau Rumpel